Der Klimawandel schreitet auch in Sachsen-Anhalt weiter voran. Das wird mancherorts bei Stadtplanungen oder Bauprojekten noch unterschätzt, wie etwa bei der Sanierung des Magdeburger Editha-Gymnasiums. Da gab es zunächst nur unzureichenden Hitzeschutz. Mit rund 194.000 Euro unterstützt das Umweltministerium jetzt die Nachrüstung von Verschattungen auf dem sanierten Schulgelände. Einen entsprechenden Förderbescheid hat Sachsen-Anhalts Umweltminister Prof. Dr. Armin Willingmann am heutigen Donnerstag an die Stadt Magdeburg überreicht.
„Extreme Hitze wird bei uns im Lande durch den fortschreitenden Klimawandel immer häufiger vorkommen“, betonte Willingmann. „Umso wichtiger ist es, Hitzeschutz in der Stadtplanung und bei Bauprojekten von Anfang an mitzudenken. Oder – wie hier am Magdeburger Editha-Gymnasium – nachzurüsten. Das Umweltministerium unterstützt Kommunen hierbei mit dem Landesprogramm ‚Sachsen-Anhalt KLIMA III‘. Es geht darum, dass wir uns rechtzeitig für die Folgen des Klimawandels wappnen. Hitzeschutz ist gut angelegtes Geld, hier sollten künftig keine Abstriche gemacht werden.“
Damit das Klima rund um das Editha-Gymnasium in den kommenden Jahren erträglich bleibt, sollen auf dem Schulhof Pergolen mit Weinreben und Pflanzkübel aufgestellt werden. Die Gesamtinvestition für die Verschattung der Schule liegt bei 215.000 Euro. Rund 194.000 Euro gibt es als Förderung vom Umweltministerium aus dem Landesprogramm „Sachsen-Anhalt KLIMA III“. Die Stadt Magdeburg trägt zudem einen Eigenanteil von rund 21.500 Euro.
Das Editha-Gymnasium befindet sich in einem Plattenbau aus DDR-Zeiten, der von der Stadt Magdeburg für 21,9 Millionen Euro saniert wurde. Aktuell gehen fast 900 Schülerinnen und Schüler auf das Gymnasium, rund 100 Lehrerinnen und Lehrer arbeiten dort.
Mit dem Landesprogramm „Sachsen-Anhalt KLIMA III“ unterstützt das Umweltministerium Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Das Ministerium nutzt hierfür Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Das Gesamtvolumen des Programms betrug zunächst 35 Millionen Euro und wurde aufgrund hoher Nachfrage auf nunmehr 42 Millionen Euro aufgestockt. Davon entfallen 28,5 Millionen Euro auf Maßnahmen des Hochwasser- und Starkregenrisikomanagements, weitere 13,5 Millionen Euro auf Maßnahmen zur Stärkung der Klimaresilienz. Im Bereich Klimaresilienz wurden bislang 23 Anträge mit einem Fördervolumen von 8,7 Millionen Euro bewilligt.

