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Willingmann weiht Windpark im Salzlandkreis ein: „Erneuerbare Energien sind die Zukunft“

Fünf Anlagen versorgen rechnerisch rund 26.500 Haushalte mit Strom

Rückenwind für die Energiewende: Im Beisein von Energieminister Prof. Dr. Armin Willingmann haben die Mannheimer MVV Energie AG, die Stadtwerke Staßfurt und weitere Partner heute im Salzlandkreis einen neuen Windpark offiziell eingeweiht. Auf dem Gebiet des Staßfurter Ortsteils Förderstedt erzeugen fünf moderne Windräder mit einer Gesamtleistung von 30 Megawatt künftig ausreichend Strom für rund 26.500 Haushalte. Von der Investition profitieren auch die Kommunen und Menschen vor Ort.

Willingmann betonte: „Die Krise im Nahen Osten wirkt sich auch massiv auf die Menschen in Sachsen-Anhalt aus. Der Iran-Krieg hat Öl und Gas extrem verteuert; dies schlägt aktuell vor allem an der Zapfsäule durch und wird auch anderswo Preise steigen lassen. Um wiederkehrende Preisschocks durch internationale Konflikte abzumildern, müssen wir uns unabhängiger von fossilen Energieimporten machen. Regenerative Energieträger wie Wind und Sonne sind die Zukunft; sie machen uns krisenfester, schonen das Klima und sorgen dafür, dass Strom bezahlbar bleibt. Deshalb freue ich mich, dass hier in Förderstedt in die Energiezukunft investiert wurde, von der auch Kommunen und die Menschen vor Ort direkt finanziell profitieren.“

Der Windpark Förderstedt ist bereits seit September 2025 am Netz. Vier Anlagen werden von MVV betrieben, die fünfte gemeinschaftlich von den Stadtwerken Staßfurt und der Energie Mittelsachsen (EMS) mit Hauptsitz im Staßfurter Ortsteil Brumby. Durch die vereinbarte Kommunalabgabe fließen 0,2 Cent pro erzeugter Kilowattstunde an die umliegenden Gemeinden – von den jährlich rund 150.000 Euro entfallen etwa 75 Prozent auf die Stadt Staßfurt. Zudem können sich Bürgerinnen und Bürger über den regionalen Sparbrief „Energieregion Staßfurt“ der Salzlandsparkasse am Projekt beteiligen – mit einer Laufzeit von bis zu sechs Jahren und einer jährlichen Verzinsung von bis zu drei Prozent.

Willingmann unterstrich: „Die Energiewende gelingt nur dann dauerhaft, wenn sie nicht nur technisch überzeugt, sondern auch gesellschaftlich getragen wird. Hier in Förderstedt trifft nachhaltige Energieversorgung auf regionale Wertschöpfung und aktive Beteiligung der Menschen vor Ort. Das ist ein Erfolgsrezept.“

Der Geschäftsführer der Stadtwerke Staßfurt, Eugen Keller, ergänzte: „Für uns als Stadtwerke Staßfurt ist dieser Windpark weit mehr als ein technisches Projekt – er ist ein starker Einsatz dafür, was wir gemeinsam vor Ort bewegen können. Über die gesamte Projektlaufzeit hinweg haben wir uns konsequent dafür eingesetzt, den lokalen Mehrwert zu maximieren. Wenn wir heute sehen, dass hier sauberer Strom entsteht und gleichzeitig unsere Region direkt davon profitiert, dann erfüllt uns das mit großer Freude und auch ein Stück Stolz. Die Kommunen erhalten zusätzliche Einnahmen, Bürgerinnen und Bürger können sich beteiligen – genau so stellen wir uns eine Energiewende vor, die nicht nur ökologisch sinnvoll ist, sondern auch sozial getragen wird. Dieses Projekt zeigt: Die Energiewende gelingt am besten, wenn starke Partner zusammenarbeiten und Verantwortung für ihre Heimat übernehmen. Wir als Stadtwerke werden diesen Weg weitergehen – verlässlich, nah an den Menschen und mit klarem Blick auf eine nachhaltige Zukunft für Staßfurt und die gesamte Region.“

Jens Brenner, Geschäftsführer der Energie Mittelsachsen GmbH, sagte: „Es macht uns stolz, Teil dieses zukunftsweisenden Projektes zu sein, weil es bespielgebend dafür ist, wie die Energiewende im Verbund mit starken Partnern im wahrsten Wortsinne Rückenwind erhält. Für uns ist die leistungsfähige Anlage in Kooperation mit den Stadtwerken Staßfurt die erste, die mit Windkraft Strom erzeugt. Darüber hinaus betreiben wir u. a. mehrere Photovoltaik-Anlagen, transportieren in unserem Gasnetz seit vielen Jahren stetig wachsende Mengen an Biomethan und investieren in eine klimaschonende Zukunft der Region. So und mit weiteren innovativen Ideen findet mit der EMS die Energiewende vor Ort statt.“

Kontakt

Ministerium für Wissenschaft,
Energie, Klimaschutz und Umwelt

des Landes Sachsen-Anhalt
Leipziger Straße 58
39112 Magdeburg

Telefon: +49 391 567- 1950
E-Mail: pr(at)mwu.sachsen-anhalt.de

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