Menu
menu

Willingmann und Oberbürgermeisterin Borris pflanzen Stieleichen im Herrenkrug Magdeburg: „Naturschutz kann auch Spaß machen“

Auch Junior-Ranger packen in den Elbauen kräftig mit an

Starkes Signal zum Erhalt wertvoller Auen im Biosphärenreservat Mittelelbe: Umweltminister Prof. Dr. Armin Willingmann hat heute im Magdeburger Herrenkrugpark gemeinsam mit Oberbürgermeisterin Simone Borris, der Direktorin des Landesbetriebs für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft, Martina Große-Sudhues, dem stellvertretenden Leiter der Biosphärenreservatsverwaltung Mittelelbe, Urs Jäger, und Junior-Rangern des Biosphärenreservates mehrere Stieleichen gepflanzt. Die Bäume sind widerstandsfähig gegen Überflutungen und bieten als eigenes, kleines Ökosystem Lebensraum für viele Arten – von Pilzen und Insekten über Vögel bis hin zu Fledermäusen.

Willingmann betonte: „Flussauen und gerade Auwälder sind wichtige Rückzugsräume für viele, auch geschützte Tier- und Pflanzenarten. Darüber hinaus leisten sie einen zentralen Beitrag für Hochwasserschutz, natürlichen Wasserhaushalt und Klimaschutz. Deshalb engagieren wir uns stark für den Erhalt wertvoller Auenlandschaften in Sachsen-Anhalt. Umso schöner ist es, dass dabei auch Junior-Ranger der Magdeburger Grundschule am Vogelgesang kräftig mit angepackt haben; sie können die heute gepflanzten Stieleichen noch ihren Enkelkindern zeigen. Und ihr Einsatz belegt: Naturschutz kann auch Spaß machen.“

Das Biosphärenreservat Mittelelbe beherbergt europaweit bedeutsame Flussauen-Landschaften; hier finden sich u. a. die größten zusammenhängenden Hartholz-Auenwälder Mitteleuropas – mit der Stieleiche als Schlüsselfigur. Wegen ihrer Stabilität und der hohen Toleranz gegenüber Überflutung wurden die Bäume sogar als Eisbrecher vor Deiche gepflanzt, um diese vor Schäden durch Eisschollen zu schützen. Besonders in den Auen der Elbe ist die Stieleiche nicht nur typisch für die Waldgebiete, sondern auch als markanter Solitärbaum im Offenland charakteristisch für die Landschaft. Die Stieleiche steht damit zugleich für Naturschutz und Hochwasserschutz.

Junior-Ranger sind Kinder und Jugendliche, die im Rahmen eines bundesweiten Umweltbildungsprogramms in Nationalen Naturlandschaften – also unter anderem in Biosphärenreservaten – die Natur ihrer Heimat kennenlernen und sich aktiv für deren Schutz einsetzen. Begleitet von erwachsenen Rangerinnen und Rangern erforschen sie regelmäßig die Tier- und Pflanzenwelt, führen kleine Projekte durch und werden so zu jungen Botschafterinnen und Botschaftern für das Biosphärenreservat Mittelelbe. In Magdeburg betreut Axel Zehle seit vielen Jahren mit großem Engagement die Junior-Ranger. Derzeit erkundet er gemeinsam mit zwei Gruppen an zwei Schulen wöchentlich die „Wildnis“ in und um Magdeburg. Das Angebot wird von den Kindern sehr gut angenommen. Trotz knapper Ressourcen bemüht sich das Biosphärenreservat, dieses erfolgreiche Programm zu erhalten und weiter auszubauen.

Hintergrund:

Biosphärenreservate sind großflächige Modellregionen für komplex strukturierte Kulturlandschaften, in denen ein dauerhaft umweltgerechter Umgang mit natürlichen Ressourcen verfolgt wird. Die Gebiete schließen sowohl unbeeinflusst gelassene Naturschutzgebiete und Landschaftsschutzgebiete als auch Wohn- und Wirtschaftsflächen ein. Magdeburg hat als einzige deutsche Landeshauptstadt ein Biosphärenreservat im Stadtgebiet. Das Biosphärenreservate besteht seit 1979 und umfasst heute 125.510 Hektar.

Kontakt

Ministerium für Wissenschaft,
Energie, Klimaschutz und Umwelt

des Landes Sachsen-Anhalt
Leipziger Straße 58
39112 Magdeburg

Telefon: +49 391 567- 1950
E-Mail: pr(at)mwu.sachsen-anhalt.de

Social Media