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Willingmann überreicht Förderbescheid für Projekt zum Schutz seltener Ackerwildkräuter

Stiftung Kulturlandschaft erhält bis Mitte 2029 knapp 750.000 Euro

Venuskamm, Ackerröte und Rundblättriges Hasenohr – damit diese und andere seltene Ackerwildkräuter auch künftig in Sachsen-Anhalt blühen, unterstützt das Umweltministerium ein neues, bis Mitte 2029 laufendes Naturschutz-Projekt der „Stiftung Kulturlandschaft Sachsen-Anhalt“. Den Förderbescheid über knapp 750.000 Euro hat Umweltminister Prof. Dr. Armin Willingmann heute auf einer Festveranstaltung zum 10-jährigen Jubiläum der Stiftung an Geschäftsführer Dr. Jens Birger überreicht. Die Fördermittel aus dem Programm „Biodiversität“ zum EU-Schutzgebietssystem „Natura 2000“ stammen zu 80 Prozent von der EU (ELER) und zu 20 Prozent vom Land.

Die 2016 gegründete Stiftung Kulturlandschaft ist ein wichtiges Bindeglied zwischen Landwirtschaft und Naturschutz in Sachsen-Anhalt. In Kooperation mit Unternehmen und Landwirten wird Naturschutz erfolgreich in den Regionen umgesetzt. Ein wichtiger Baustein ist dabei der Erhalt und die Förderung von gefährdeten Ackerwildkräutern. Im nunmehr dritten EU-geförderten Projekt sollen die bisherigen Erfolge verstetigt werden, beispielsweise durch mehr extensive Landbewirtschaftung in Form von Ackerrandstreifen, durch die Vermehrung und Wiederansiedlung stark gefährdeter Ackerwildkräuter, die Sicherung sehr seltener Arten in einer Saatgutbank, die naturschutzfachliche Begleitung bisher umgesetzter Ackerwildkrautmaßnahmen und weitere Beratungsangebote für Landwirte zum Naturschutz.

Willingmann sagte: „In einem Flächenland wie Sachsen-Anhalt gibt es immer Reibungspunkte zwischen intensiver landwirtschaftlicher Nutzung und Naturschutz. Um mögliche Differenzen zu überbrücken, braucht es Verständnis und Partnerschaft. Deshalb ist die Arbeit der Stiftung Kulturlandschaft für beide Seiten so wertvoll. Sie organisiert pragmatischen Naturschutz in der Landwirtschaft, der ökologisch erfolgreich und ökonomisch tragfähig ist. Mit dieser Strategie bewegt die Stiftung immer mehr Landwirte zur Mitwirkung und leistet so einen großen Beitrag auch zum Schutz stark bedrohter Ackerwildkräuter in Sachsen-Anhalt. Dieses Engagement für mehr Biodiversität im ländlichen Raum unterstützen wir langfristig.“

Stiftungs-Geschäftsführer Dr. Jens Birger ergänzte: „Ackerwildkrautschutz ist eine wesentliche Voraussetzung für einen wirksamen Insekten- und Feldvogelschutz. Er erfordert einen langen Atem und eine solide finanzielle Grundlage. Wir freuen uns deshalb, dass wir unsere bisherige erfolgreiche Arbeit zum Ackerwildkrautschutz und die fruchtbare Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft fortsetzen können.“

Seit 2023 engagiert sich die Stiftung im MWU-Auftrag auch für den Schutz des großräumig vom Aussterben bedrohten Feldhamsters, vor allem in der Magdeburger Börde, im Nordharzvorland und rund um Sangerhausen.

Kontakt

Ministerium für Wissenschaft,
Energie, Klimaschutz und Umwelt

des Landes Sachsen-Anhalt
Leipziger Straße 58
39112 Magdeburg

Telefon: +49 391 567- 1950
E-Mail: pr(at)mwu.sachsen-anhalt.de

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