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Willingmann sieht Sachsen-Anhalt beim Klimaschutz auf gutem Weg

Klimaschutzmonitoringbericht im Kabinett

Sachsen-Anhalt macht Fortschritte beim Klimaschutz. Das geht aus dem Monitoringbericht hervor, den Umweltminister Prof. Dr. Armin Willingmann am heutigen Dienstag im Kabinett vorgelegt hat. „Wir sind auf einem guten Weg“, betonte Willingmann. „In den letzten Jahren haben wir die Grundlagen für die klimaneutrale Transformation der Wirtschaft gelegt und den Ausbau erneuerbarer Energien erfolgreich vorangetrieben. Das stimmt mich zuversichtlich für die kommenden Jahre.“

Vor allem der Ausbau erneuerbarer Energien wie Photovoltaik und Windkraft verzeichnete zuletzt hohe Dynamik. So erreichte der Zubau von Windkraftanlagen mit 269,2 Megawatt das höchste Wachstum seit 10 Jahren. Auch bei Photovoltaik verzeichnete das Land einen Rekordzubau 996,5 Megawatt. Willingmann hält es daher auch für wahrscheinlich, dass die Landesregierung ihr Ziel erreicht, die Treibhausgasemissionen um 5,65 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente (CO2-äq) bis Ende 2026 zu reduzieren. 

„Seit Beginn der Legislaturperiode ist der Ausstoß von Treibhausgasen bei uns im Lande deutlich zurückgegangen“, erläuterte Willingmann. „Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass die Krisen und Kriege sowie die damit einher gehende Schwäche der Wirtschaft den Rückgang der Emissionen begünstigt haben.“ Zwischen 2021 und 2024 waren die Emissionen von 30,7 auf 26,3 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente (CO2-äq) gefallen. In dem Zeitraum fiel aber auch der völkerrechtswidrige Überfall Russlands auf die Ukraine und infolge dessen die Energiekrise 2022. Auch sei unverkennbar, dass die deutsche Wirtschaft in den letzten Jahren nur unzureichend wachse und diese Schwäche den Treibhausgas-Ausstoß beeinflusse.

Der Iran-Krieg und die gestiegenen Energiepreise könnten nun einmal mehr dazu führen, dass die Wirtschaft weniger Energie verbrauche und damit Emissionen vermieden würden, prognostiziert Willingmann. Um die klimaneutrale Transformation langfristig voranzutreiben, wirbt er für eine stärkere Unterstützung des Wasserstoff-Hochlaufs. „Sachsen-Anhalt beteiligt sich maßgeblich am Aufbau des Wasserstoffkernnetzes. Damit die Wasserstoffwirtschaft in den kommenden Jahren endlich in Schwung kommt, müssen in Berlin und Brüssel bürokratische Hürden abgebaut werden. Denn auf lange Sicht sind vor allem energieintensive Unternehmen bei uns im Lande auf grünen Wasserstoff angewiesen.“

Der neue Klimaschutzmonitoringbericht betrachtet die nach dem Klimaschutzgesetz des Bundes wichtigen Sektoren Energiewirtschaft, Industrie, Verkehr, Gebäude und Landwirtschaft. Der Bericht umfasst dabei auch den Umsetzungsstand des Ressortplans Klima, der im Rahmen des Zukunfts- und Klimaschutzkongresses (ZUKK) erarbeitet wurde. Der überwiegende Teil der Maßnahmen – 64 an der Zahl – befindet sich in der Umsetzung, neun Maßnahmen sind bereits abgeschlossen. Dass nicht noch mehr abgeschlossen sind, liegt auch daran, dass viele der Maßnahmen zum laufenden Geschäft zählen. Der Bericht ist auf den Internetseiten des Umweltministeriums abrufbar unter: https://lsaurl.de/klimaschutzmonitoring.

Kontakt

Ministerium für Wissenschaft,
Energie, Klimaschutz und Umwelt

des Landes Sachsen-Anhalt
Leipziger Straße 58
39112 Magdeburg

Telefon: +49 391 567- 1950
E-Mail: pr(at)mwu.sachsen-anhalt.de

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