Mit neuer Power in die Energiezukunft: Minister Prof. Dr. Armin Willingmann hat heute gemeinsam mit dem Geschäftsführer der VSB Deutschland, Thomas Winkler, den symbolischen Spatenstich zum Repowering des VSB-Windparks im Zörbiger Ortsteil Löberitz (Landkreis Anhalt-Bitterfeld) gesetzt. Dort werden in den nächsten Monaten fünf alte Windräder aus dem Jahr 2003 durch drei moderne Anlagen ersetzt. Durch die deutlich höhere Leistung steigt auch der Energieertrag: Der neue Windpark wird künftig etwa das Zehnfache an Strom erzeugen. Mit den erwarteten 65,7 Gigawattstunden pro Jahr lassen sich rechnerisch rund 18.500 Drei-Personen-Haushalte klimafreundlich versorgen.
„Frischer Wind für die Energiewende: Repowering ist ein zentraler Baustein, um unsere Ausbauziele bei den erneuerbaren Energien zu erreichen“, sagt Energieminister Willingmann. „Der erzeugte Strom fließt ins öffentliche Netz, stärkt die Energieversorgung und macht uns unabhängiger von Importen fossiler Energieträger. Das ist ein wichtiger Pluspunkt – gerade mit Blick auf die aktuell wieder drastischen Preissprünge bei Öl und Gas infolge des Iran-Krieges. Zugleich wird ein Beitrag zum Erreichen der Klimaziele geleistet. Mit dem Akzeptanz- und Beteiligungsgesetz stellen wir in Sachsen-Anhalt darüber hinaus sicher, dass Standortkommunen verbindlich finanziell an der Wertschöpfung beteiligt werden. Wer die Energiewende ermöglicht, soll auch davon profitieren.“
Vom Repowering-Projekt profitiert neben Energieversorgung und Klima auch die Stadt Zörbig. Auf Basis des Akzeptanz- und Beteiligungsgesetzes, das im Herbst 2025 vom Landtag beschlossen wurde, erhalten Standortgemeinden erstmals verpflichtende Zahlungen: Für jedes neue Windrad fließen pro Megawatt Nennleistung jährlich mindestens 5.500 Euro – beim Repowering-Windpark Löberitz sind das mindestens 118.800 Euro (3 Anlagen x 7,2 Megawatt Leistung x 5.500 Euro). In ertragreichen Jahren kann die Beteiligung auch höher ausfallen: Liegt der Ertrag aus der Vergütung von 0,3 Cent je eingespeister Kilowattstunde über dem Mindestbetrag von 118.800 Euro, fließt noch mehr Geld in die Zörbiger Stadtkasse.
Über zusätzliche Einnahmen kann sich auch die Stadt Bitterfeld freuen: Denn ergänzend zu den drei neuen Windrädern entsteht entlang der A9 auch eine Freiflächen-Photovoltaikanlage mit einer Leistung von knapp 20 Megawatt-Peak. Die Verbindung von Wind- und Solarenergie in einem Hybridpark gleicht Schwankung bei der Stromerzeugung aus, nutzt die Netzinfrastruktur effizienter und stärkt die Versorgungssicherheit. Um diese Effekte noch zu verstärken, plant VSB am Standort perspektivisch zusätzlich einen Batteriespeicher.
Thomas Winkler, Geschäftsführer von VSB Deutschland, betonte: „Mit dem Windpark Löberitz nutzen wir das Potenzial bestehender Standorte konsequent. Moderne Anlagen erzeugen deutlich mehr Strom bei geringerer Anlagenzahl. Zugleich profitieren die Kommunen unmittelbar von der gesetzlichen Beteiligung – ein Zugewinn für Planungssicherheit und regionale Wertschöpfung.“
Der erzeugte Strom wird über das Umspannwerk Salzfurtkapelle auf 110 Kilovolt transformiert und in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Die Inbetriebnahme des Windparks ist für 2027 vorgesehen. Die neuen Windenergieanlagen mit einer Leistung von je 7,2 Megawatt (MW) haben eine Nabenhöhe von 175 Metern (bisher: 74 Meter); zusammen mit den 86 Meter langen Rotorblättern ergibt sich eine maximale Gesamthöhe von 261 Metern (bisher: 100 Meter). Die fünf alten Anlagen mit einer Leistung von je 0,85 MW sollen im Frühjahr demontiert werden.
Informationen der VSB Deutschland zum Windpark Löberitz gibt es hier: https://www.vsb.energy/de/de/projekte/hybridpark-loeberitz/.

