Mit der Veranstaltung „Umwelt verstehen und Zukunft gestalten“ hat das Landesamt für Umweltschutz (LAU) heute sein 35-jähriges Jubiläum gefeiert. Umweltminister Prof. Dr. Armin Willingmann gratulierte zu „dreieinhalb Jahrzehnten praxisnahem Umweltschutz mit wissenschaftlichem Fundament“.
Das LAU wurde 1991 gegründet, hat seinen Sitz in Halle (Saale) und ist als Fachbehörde mit rund 200 Beschäftigten landesweit für Umwelt- und Naturschutzthemen zuständig. Aktuell gibt es vier Fachbereiche, die wichtige Zukunftsthemen wie etwa Kreislaufwirtschaft, Wasserwirtschaft, Klima, Naturschutz und Umweltüberwachung umfassen. Kernaufgabe ist die Bereitstellung von Umweltinformationen. Dafür betreibt das LAU landesweite Messnetze zu Luftqualität, Bodenzustand und Umweltradioaktivität. Neben der Erfassung und Kartierung der Tier- und Pflanzenwelt in Sachsen-Anhalt liefern die Fachleute auch Aussagen über den Zustand von Ökosystemen, untersuchen schädlichen Lärm und analysieren in eigenen Laboren Umweltproben auf chemische oder biologische Zusammensetzung.
Willingmann betonte: „Seit seiner Gründung im Jahr 1991 steht das Landesamt für hohe Fachkompetenz beim Schutz der Umwelt und unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Und das war auch bitter nötig. Denn vor allem nach der Wiedervereinigung waren die Herausforderungen auch in Sachsen-Anhalt riesig – von verseuchten Industrieflächen über stark belastete Gewässer und Böden bis zu hohen Emissionen und verschmutzter Luft. Dass wir heute im Land vielfach intakte und lebenswerte Landschaften haben, ist auch ein Verdienst des LAU und vor allem dessen Beschäftigten. Dennoch werden die Herausforderungen nicht kleiner, gerade mit Blick auf den fortschreitenden Klimawandel und den weiteren Rückgang der Artenvielfalt. Umso wertvoller ist eine leistungsfähige Behörde mit engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich als fachlicher Anker, Impulsgeber und Gestalter auch künftig um wichtige Zukunftsfragen rund um den Umwelt- und Naturschutz in Sachsen-Anhalt kümmert.“
Anlässlich der Jubiläumsveranstaltung eröffnete Minister Willingmann heute im LAU-Gebäude zudem eine kleine Ausstellung zum größten sachsen-anhaltischen Schutzgebiet im Rahmen der EU-Naturschutz-Richtlinie „Fauna-Flora-Habitat“ (FFH) – der Colbitz-Letzlinger Heide. In der Bibliothek können sich Interessierte ab sofort über die Heidelandschaft informieren, die für den Naturschutz bedeutsam sowie ein wertvoller Lebensraum für viele, auch seltene Tier- und Pflanzenarten ist. Zu sehen ist dabei u.a. ein Wolfspräparat.

