Menu
menu

Willingmann: Grüner Strom wird für Unternehmen zum Wettbewerbsfaktor

Energieminister besucht Walzengießerei Quedlinburg

Fossile Energien wie Öl und Gas sind nicht erst seit dem Iran-Krieg deutlich teurer geworden. Für die Wirtschaft in Sachsen-Anhalt wird es deshalb immer attraktiver, auf heimische erneuerbare Energien wie Photovoltaik und Windkraft zu setzen. Auf seiner Sommertour unter dem Motto „Energie & Innovation“ hat Energieminister Prof. Dr. Armin Willingmann die Walzengießerei & Hartgusswerk Quedlinburg GmbH besucht und sich über Pläne des Unternehmens für einen Solarpark vor den Toren Quedlinburgs informiert.

„Günstiger grüner Strom aus erneuerbaren Energien wie Photovoltaik und Windkraft wird für die Unternehmen bei uns im Lande zunehmend ein wichtiger Wettbewerbsfaktor“, betonte Willingmann. „Gerade energieintensive Unternehmen wie die Walzengießerei hier in Quedlinburg können in Zeiten steigender Energiepreise ihre Wettbewerbsfähigkeit durch die verstärkte Nutzung von Erneuerbaren sichern. Mit unseren Heimatenergien sind die Unternehmen weniger anfällig bei Versorgungsengpässen oder Preisschwankungen, wie wir sie aktuell auch durch den Iran-Krieg erleben.“

Die Walzengießerei in Quedlinburg blickt auf eine mehr als 160-jährige Unternehmensgeschichte zurück. Das 1865 gegründete Unternehmen zählt heute zu den international tätigen Spezialisten für hochbelastbare Walzen, Walzenmäntel und weitere rotationssymmetrische Gussteile, die hauptsächlich in der Stahl- und grobkeramischen Industrie, aber auch in der Druck- und Lebensmittelindustrie sowie im Maschinenbau eingesetzt werden. Die Produktion ist allerdings auch energieintensiv. 

Aus diesem Grund plant das Unternehmen die Errichtung eines Solarparks mit einer geplanten Leistung von 30 Megawatt auf einer rund 24 Hektar großen Fläche nahe der Autobahn 36. Der Park soll in den Sonnenscheinmonaten den gesamten Energiebedarf der traditionsreichen Gießerei decken.

Johannes Feibig, Geschäftsführer der Walzengießerei Quedlinburg, erklärte: „Alte Industrie und neue Energie – das ist kein Widerspruch, sondern Zukunft. Aber auch vor Ort müssen die Hürden des letzten Meters noch genommen werden. Hier bleibe ich nach dem heutigen Ministerbesuch zuversichtlich.“

Unterstützung für das ambitionierte Vorhaben kommt jetzt vom Energieminister des Landes. „Die Chancen des geplanten Solarparks liegen auf der Hand“, betonte Willingmann. „Der Park könnte einen traditionsreichen und wichtigen Arbeitgeber in dieser Region stärken, die Wertschöpfung in der Region halten und beispielhaft aufzeigen, dass Industrie, Natur- und Klimaschutz hervorragend zusammenpassen. Ich freue mich, dass Stadtverwaltung und Stadtrat in Quedlinburg das Vorhaben konstruktiv begleiten, und werde mich dafür einsetzen, dass auch die noch offenen Fragen zügig gelöst werden können.“ Noch ungeklärt ist aktuell der Netzanschluss für den Solarpark. Sachsen-Anhalt zählt bundesweit zu den führenden Ländern beim Ausbau erneuerbarer Energien. Im Land sind derzeit rund 5,7 Gigawatt Windenergie, 6,2 Gigawatt Photovoltaik sowie rund 0,5 Gigawatt Biomasse installiert.

Energieminister noch bis Freitag auf Sommertour

Die Energie- und Wärmewende zählt in diesem Jahr zu den zentralen Themen der Sommertour von Energieminister Willingmann. Noch bis Freitag wird der Minister auf seiner fünftägigen Tour unter dem Motto „Energie & Innovation“ zahlreiche Unternehmen und Einrichtungen besuchen, wird Förderbescheide überreichen und sich über erfolgreich realisierte Vorhaben informieren. Neben der Energie- und Wärmewende und wichtigen Weichenstellungen in diesem Zusammenhang geht es im Rahmen der Tour auch um nachhaltiges Unternehmertum sowie die gezielte Förderung von Innovationen und die Stärkung der erstklassigen Wissenschaftslandschaft in Sachsen-Anhalt.

Kontakt

Ministerium für Wissenschaft,
Energie, Klimaschutz und Umwelt

des Landes Sachsen-Anhalt
Leipziger Straße 58
39112 Magdeburg

Telefon: +49 391 567- 1950
E-Mail: pr(at)mwu.sachsen-anhalt.de

Social Media