Menu
menu

Willingmann eröffnet innovative Power-to-Heat-Anlage in Köthen

Leuchtturmprojekt zur Nutzung von überschüssigem Strom

Was tun, wenn zu viel Strom im Netz ist? Bislang schalten Netzbetreiber Anlagen ab, um Überlastungen zu vermeiden. Die Köthen Energie GmbH zeigt, dass das gar nicht sein muss. Das Unternehmen hat eine neue Power-to-Heat-Anlage errichtet, die überschüssigen Strom aus erneuerbaren Energien in Wärme umwandelt und in die lokale Fernwärmeversorgung einspeist. Am heutigen Dienstag hat das Unternehmen die Anlage im Beisein von Sachen-Anhalts Energieminister Prof. Dr. Armin Willingmann offiziell in Betrieb genommen.

„Das Leuchtturmprojekt hier in Köthen zeigt eindrucksvoll auf, wie mit innovativen Lösungen Engpässe im Stromnetz abgewendet werden können“, erklärte Willingmann. „Vor allem Windstrom kann hier künftig direkt in Wärme umgewandelt werden. Das ist nicht nur technisch klug, sondern auch energiepolitisch der richtige Weg. Innovative Lösungen wie hier helfen uns, Engpässe zu vermeiden und Kosten zu sparen, die sonst auf der Stromrechnung der Verbraucherinnen und Verbraucher landen. Statt Erneuerbare auszubremsen gilt es, auf Innovationen zu setzen und natürlich auch die Stromnetze weiter zügig auszubauen.“

Nach Angaben der der Köthen Energie GmbH hat der Netzbetreiber 50Hertz den Bau der Anlage mit rund 600.000 Euro finanziert und erhält im Gegenzug vollen Zugriff auf die Steuerung, um sie zur Entschärfung von Netzengpässen einsetzen zu können. Die Power-to-Heat-Anlage wird künftig Strom bis zu einer Leistung von 1,2 Megawatt aufnehmen und in Wärme umwandeln. Windkraft- und Photovoltaikanlagen können damit am Netz bleiben. Zugleich werden durch den Betrieb der Anlage weniger fossile Brennstoffe für die Wärmeversorgung benötigt, so dass auch weniger CO2-Emissionen bei der Fernwärmeversorgung anfallen.

„Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche sollte mal nach Köthen kommen, um sich anzuschauen, wie pragmatisch und wirtschaftlich sinnvoll die Energiewende durch Innovationen umgesetzt werden kann“, betonte Willingmann weiter. „Die Power-to-Heat-Anlage nutzt günstige Heimatenergien, steigert die Versorgungssicherheit und macht die Fernwärme wirtschaftlicher. Sie leistet darüber hinaus einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.“

Kontakt

Ministerium für Wissenschaft,
Energie, Klimaschutz und Umwelt

des Landes Sachsen-Anhalt
Leipziger Straße 58
39112 Magdeburg

Telefon: +49 391 567- 1950
E-Mail: pr(at)mwu.sachsen-anhalt.de

Social Media