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Willingmann besichtigt sanierten Saaledeich und erneuertes Schöpfwerk im Salzlandkreis

Sommertour zum Hochwasserschutz, Tag 2: Station Breitenhagen

Das Jahrhunderthochwasser vom Juni 2013 hat sich den Menschen in Sachsen-Anhalt tief ins kollektive Gedächtnis gebrannt. Insgesamt zehn Deiche im Land haben den Wassermassen damals nicht standgehalten. Zu großflächigen Überflutungen kam es auch im Elbe-Saale-Winkel: Am 9. Juni 2013 brach der Saaledeich nahe des Barbyer Ortsteils Breitenhagen. Rund 115 Millionen Kubikmeter Wasser strömten durch einen letztlich etwa 140 Meter breiten Schlitz und überschwemmten im Salzlandkreis eine Fläche von rund 85 Quadratkilometern. Betroffen waren die Ortschaften Breitenhagen, Klein Rosenburg, Groß Rosenburg, Diebzig, Lödderitz und Kühren, Auch das Schöpfwerk Breitenhagen ging damals in den Fluten unter.

„Gut 13 Jahre nach der Katastrophe ist der Hochwasserschutz im Elbe-Saale-Winkel auf gutem Weg zum Top-Niveau“, konstatierte heute Umweltminister Prof. Dr. Armin Willingmann. Er war im Rahmen seiner Hochwasserschutz-Tour „Sachsen-Anhalt wasserfest“ in der Region unterwegs. „Während der Planung, Vorbereitung und Umsetzung wichtiger Maßnahmen fließt mitunter viel Wasser die Elbe und Saale hinunter. Umso mehr freue ich mich, dass wir auch hier am Zusammenfluss dieser wichtigen Ströme bei der Verbesserung des Hochwasserschutzes auf der Zielgeraden sind. Damit ist ein Grundstein gelegt, dass sich die Bilder vom Juni 2013 nicht wiederholen und die Erinnerungen an die belastenden Stunden und Tage verblassen können.“

Der damals gebrochene rechtsseitige Saaledeich bei Breitenhagen ist auf rund 660 Meter bereits seit Frühjahr 2014 für rund 2,9 Millionen Euro DIN-gerecht saniert worden. Wiederhergestellt ist seit Ende 2014 auch das Schöpfwerk Breitenhagen. Aktuell noch im Bau sind 230 Meter des Saaledeiches sowie rund vier Kilometer des linkseitigen Elbe-Hauptdeichs. In die Erhöhung der Schutzanlagen sowie die Errichtung von landseitiger Berme, Deichverteidigungs- und -kontrollweg werden derzeit weitere 15,6 Millionen Euro investiert.

Um den Hochwasserschutz an der Saale im Salzlandkreis weiter zu verbessern, sind neben der Ertüchtigung von Deichen auch Rückverlegungen geplant. Nahe Beesenlaublingen bei Könnern soll ein zusätzliches Überflutungsgebiet von rund 115 Hektar entstehen; bei Tornitz eine Fläche von 30 Hektar. Dadurch könnte der Wasserstand der Saale im Hochwasserfall um knapp einen halben Meter reduziert werden.

Im Salzlandkreis wurden seit 2002 rund 207,3 Millionen in die Verbesserung des Hochwasserschutzes investiert, davon allein rund 146,5 Millionen seit 2013.

Kontakt

Ministerium für Wissenschaft,
Energie, Klimaschutz und Umwelt

des Landes Sachsen-Anhalt
Leipziger Straße 58
39112 Magdeburg

Telefon: +49 391 567- 1950
E-Mail: pr(at)mwu.sachsen-anhalt.de

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