Das Drohnenzentrum Cochstedt (Salzlandkreis) des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und das Bayerische Rote Kreuz (BRK) arbeiten künftig noch enger zusammen. Im Beisein von Wissenschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann haben sie am heutigen Freitag eine entsprechende Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. BRK und DLR wollen ihre jeweilige Expertise vor allem in Brandbekämpfung und Hochwasserschutz sowie Luftfahrt verstärkt bündeln, um den Zivil- und Katastrophenschutz zu verbessern. Willingmann, aktuell auf Sommertour unter dem Motto „Energie&Innovation“, unterstützt das Vorhaben ausdrücklich und sieht darin auch einen Beleg für die bislang sehr erfolgreiche Entwicklung des DLR-Standortes.
„Das Drohnenzentrum am ehemaligen Verkehrsflughafen in Cochstedt ist eine großartige Erfolgsgeschichte für Sachsen-Anhalt“, betonte Willingmann. „2018 maßgeblich mit unserer Unterstützung aus dem Wissenschaftsministerium gegründet, wächst das Zentrum seither stetig. Die heutige Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung ist ein weiterer Meilenstein“, betonte Willingmann. „Ich freue mich, dass die bestehende Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Roten Kreuz im Bereich der zivilen Sicherheit weiter ausgebaut wird. Davon werden viele Menschen in Notlagen profitieren.“
Im Rahmen der Zusammenarbeit sollen unter anderem bemannte und unbemannte Boden- und Luftfahrtsysteme für Katastrophenschutzeinsätze entwickelt und erprobt werden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Unterstützung bei der Erstellung und Weiterentwicklung von Lagebildern und Einsatzplanung sowie auf der Entwicklung KI-gestützter Systeme zu Einsatzunterstützung oder Integration und Auswertung von Geodaten. Geplant sind zudem gemeinsame Übungen und Simulationen.
„Ein moderner und leistungsfähiger Bevölkerungsschutz stärkt die Resilienz unserer Gesellschaft“, betonte Prof. Dr.-Ing. Anke Kaysser-Pyzalla, Vorstandsvorsitzende des DLR. „Das Bayerisches Rotes Kreuz (BRK) verfügt als eine der bedeutendsten Hilfsorganisationen Deutschlands über eine herausragende Expertise. Gemeinsam wollen wir neue Technologien, unter realitätsnahen Bedingungen entwickeln und erproben, um Einsatzkräfte in komplexen Situationen bestmöglich zu unterstützen. Besonders wertvoll dabei ist der Wissensaustausch zwischen Forschung, operativer Erfahrung und öffentlichen Stakeholdern. Die heutige Kooperationsvereinbarung steht aber auch für den Erfolg der jahrelangen gemeinsamen Anstrengungen des Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. und dem Land Sachsen-Anhalt am Standort Cochstedt, zum Aufbau eines leistungsfähigen nationalen Erprobungszentrums für unbemannte Luftfahrtsysteme.“
Wissenschaftsminister Willingmann würdigte im Weiteren, dass in Cochstedt konsequent auch auf neue Herausforderungen reagiert werde: „Drohnenabwehr hat sich in den vergangenen Jahren zu einem brennenden Thema entwickelt und in kürzester Zeit wurde hierzu in Cochstedt Expertise aufgebaut. Da verwundert es auch nicht, dass das Zentrum bei Kooperationspartnern aus dem In- und Ausland sehr gefragt ist.

