Professionelle und gut ausgestattete Wasserwehren sind für Deichkontrolle und -verteidigung enorm wichtig – das hat zuletzt zum Jahreswechsel 2023/24 das extreme Winterhochwasser an der Helme im südlichen Sachsen-Anhalt gezeigt. Mit Blick auf den damaligen Kampf gegen großflächige Überflutungen hat die Verbandsgemeinde „Goldene Aue“ (Landkreis Mansfeld-Südharz) eine Wasserwehr eingerichtet, die jetzt mit Unterstützung des Umweltministeriums technisch aufgerüstet wird. Den Förderbescheid über 182.000 Euro aus dem Programm „Sachsen-Anhalt Klima III“ hat Staatssekretär Dr. Steffen Eichner heute an Verbandsgemeindebürgermeister Michael Peckruhn überreicht.
Inklusive des 10-prozentigen Eigenanteils investiert die Kommune insgesamt rund 208.000 Euro in einen neuen Logistik-Gerätewagen, mit dem u.a. Material zu Befüllung und Verbau von Sandsäcken sowie weitere notwendige Einsatzmittel in Rollgitterwagen transportiert werden können. Der Gerätewagen wird in Wallhausen stationiert; dort befindet sich das Zentrallager der Verbandsgemeinde „Goldene Aue“ mit rund 100.000 Sandsäcken und weiterem Material zum Hochwasserschutz.
Eichner betonte: „Vorsorge wirkt. Wer sich rechtzeitig gegen Hochwasser und Starkregen wappnet, sichert Leben und schützt Gebäude wie Infrastruktur. Daher freue ich mich, dass viele Kommunen in Sachsen-Anhalt vorsorgen und mit Förderung durch das Umweltministerium investieren. Die Einrichtung einer eigenen Wasserwehr in der Goldenen Aue ist ein richtiger und wichtiger Schritt für mehr Hochwasserschutz in der Region, den wir auch gern unterstützen.“
Verbandsgemeindebürgermeister Michael Peckruhn unterstrich: „Die Erfahrungen aus dem Hochwasser 2023/2024 haben gezeigt, dass wir unsere Einsatzkräfte im Bereich Logistik besser ausstatten müssen. Deshalb befürworte ich die Beschaffung eines Logistik-Gerätewagens ausdrücklich, um die Wasserwehr der Verbandsgemeinde ‚Goldene Aue‘ weiter auszubauen. Die Investition verbessert unsere Möglichkeiten, im Einsatzfall schnell und wirksam zu handeln, und stärkt den Schutz unserer Bürgerinnen und Bürger vor den Folgen von Extremwetterereignissen.“
Hintergrund:
Mit dem Landesprogramm „Sachsen-Anhalt KLIMA III“ treibt das Umweltministerium die Anpassung an den Klimawandel voran: Unterstützt werden Investitionen von Kommunen in Starkregenmanagement, Hochwasserschutz und Klimaresilienz. Aufgrund der hohen Nachfrage wurde das Gesamtvolumen des Förderprogramms, das aus EU-Mitteln (EFRE) finanziert wird, jüngst von 35 auf nunmehr 42 Millionen Euro aufgestockt. Davon entfallen 28,5 Millionen Euro auf Maßnahmen zum Hochwasser- und Starkregenrisikomanagement sowie 13,5 Millionen Euro auf Vorhaben zur Stärkung der Klimaresilienz. Im Bereich Hochwasser und Starkregen wurden bislang landesweit 34 Maßnahmen mit insgesamt rund 17,5 Millionen Euro bewilligt, davon entfallen rund 362.000 Euro auf den Landkreis Mansfeld-Südharz.

