Die Trockenrasen an den Unstruthängen bei Zscheiplitz (Burgenlandkreis) bieten wertvollen Lebensraum für viele hitze- und trockenheitsliebende Tier- und Pflanzenarten. Auf den sonnenreichen Steppen- und Kalkschotterhängen fühlen sich Zauneidechse und Schlingnatter ebenso wohl wie wärmeliebende Schmetterlinge, seltene Wildbienen oder botanische Kostbarkeiten wie etwa der Stängellose Tragant.
Um diese Biotope im Schutzgebiet „Schafberg und Nüssenberg“ zu erhalten, wird der Geo-Naturpark Saale-Unstrut-Triasland rund 10,5 Hektar ganzjährig extensiv mit Ziegen beweiden und weitere Maßnahmen umsetzen. Hauptziel: Die Verbuschung der Flächen verhindern, um Lebensräume für geschützte Arten zu sichern. Das Vorhaben wird bis Mitte 2029 vom Umweltministerium mit bis zu 714.000 Euro unterstützt. Den entsprechenden Förderbescheid hat Umwelt-Staatssekretär Dr. Steffen Eichner heute an Geo-Naturpark-Chef Dr. Matthias Henniger überreicht.
Eichner sagte: „Der Schafberg nahe des Freyburger Ortsteils Zscheiplitz wird künftig mit Ziegen beweidet, damit Zauneidechsen und andere geschützte Tier- und Pflanzenarten dort auch künftig eine Heimat finden. Damit ist das Projekt des Geo-Naturparks ein weiterer Puzzlestein für Artenvielfalt und den Erhalt unserer Kulturlandschaft im südlichen Sachsen-Anhalt.“
Die Förderung erfolgt aus dem Programm „Biodiversität, Schutzgebietssystem Natura 2000“. Die Mittel stammen zu 80 Prozent von der EU (Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums; ELER) und zu 20 Prozent vom Land. Neben der Beweidung des Schafbergplateaus auf rund 8,5 Hektar und einer rund 2 Hektar großen Streuobstwiese mit Ziegen wird der Geo-Naturpark u.a. auch ein Schlingnatter-Monitoring umsetzen, ein Fledermausquartier aufwerten, eine Bruchsteinmauer sanieren und Info-Tafeln zur Beweidung von Trockenlebensräumen sowie zur charakteristischen Flora und Fauna aufstellen.

