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Sachsen-Anhalt stärkt Fachkräfteausbildung für zukunftsträchtige Wasserstoffwirtschaft

Willingmann überreicht STARK-Förderbescheide über 5,3 Millionen Euro

Sachsen-Anhalt treibt den Aufbau einer leistungsfähigen Wasserstoffwirtschaft weiter voran und investiert gezielt in die Fachkräfte von morgen. Wissenschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann hat am heutigen Donnerstag an der Hochschule Merseburg vier Förderbescheide über insgesamt mehr als 5,3 Millionen Euro für das Verbundprojekt „H2HUB Plus“ übergeben.

„Sachsen-Anhalt hat das Potenzial, Wasserstoffland Nummer eins zu werden“, betonte Willingmann. „Dafür brauchen wir nicht nur Infrastruktur und Technologien, sondern vor allem gut ausgebildete Fachkräfte. Mit der heutigen Förderung investieren wir gezielt in Wissen, Qualifizierung und Innovation. Wir schaffen die Voraussetzungen dafür, dass unser Land die Chancen des Strukturwandels aktiv nutzt und bei der industriellen und energetischen Transformation eine führende Rolle einnimmt.“

Die Fördermittel stammen aus dem STARK-Programm des Bundes zur Unterstützung der Kohleregionen im Strukturwandel, das Wissenschaftsministerium hatte gemeinsam mit dem Sozialministerium das Verbundprojekt „H2HUB Plus“ unterstützt. Bei dem Verbundprojekt handelt es sich um ein Konsortium aus der Hochschule Merseburg, der Hochschule Anhalt, der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg sowie der Fraunhofer-Gesellschaft. Gemeinsam entwickeln die Partner im Projekt H2HUB Plus innovative Bildungs- und Weiterbildungsangebote rund um Wasserstofftechnologien.

Von den insgesamt 5,4 Millionen Euro gehen 2,2 Millionen Euro an die Fraunhofer-Gesellschaft, 1,55 Millionen Euro an die Hochschule Merseburg, 832.449 Euro an die Hochschule Anhalt und weitere 748.613 Euro an die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.

Geplant sind unter anderem digitale Lernplattformen, hybride und immersive Lernformate sowie praxisnahe Qualifizierungsangebote für Studierende, Fachkräfte, Schulen und interessierte Bürgerinnen und Bürger. Ziel ist es, Kompetenzen entlang der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette aufzubauen und den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft zu stärken. „Die Arbeitsplätze der Zukunft entstehen dort, wo Menschen bereit sind, neues Wissen zu erwerben und neue Wege zu gehen. H2HUB PLUS leistet hierzu einen wichtigen Beitrag“, erklärte Willingmann.

Der Aufbau einer klimaneutralen Wasserstoffwirtschaft bietet Sachsen-Anhalt erhebliche wirtschaftliche Chancen. Nach aktuellen Prognosen könnten bis zum Jahr 2045 rund 27.000 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen. Gleichzeitig wird eine zusätzliche jährliche Wertschöpfung von etwa 1,5 Milliarden Euro erwartet. Der Wasserstoffbedarf im Land könnte von derzeit rund zehn auf künftig 23 Terawattstunden steigen. Dank des starken Ausbaus erneuerbarer Energien könnte künftig auch ein relevanter Teil des benötigten grünen Wasserstoffs im eigenen Land erzeugt werden.

„Wir dürfen nicht darauf warten, dass andere die Zukunft gestalten“, betonte Willingmann. „Sachsen-Anhalt wird den Wandel aktiv vorantreiben – mit Innovationskraft, wissenschaftlicher Exzellenz und dem festen Willen, die Chancen der Energiewende zu nutzen. Die heute geförderten Projekte sind ein wichtiger Schritt auf diesem Weg.“

Kontakt

Ministerium für Wissenschaft,
Energie, Klimaschutz und Umwelt

des Landes Sachsen-Anhalt
Leipziger Straße 58
39112 Magdeburg

Telefon: +49 391 567- 1950
E-Mail: pr(at)mwu.sachsen-anhalt.de

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