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Exzellenzstrategie: Was Exzellenzcluster für den Wissenschaftsstandort Sachsen-Anhalt bedeuten

Forschungsstark, vernetzt, international. Sachsen-Anhalt ist schon jetzt ein Wissenschafts- und Forschungsstandort mit einer gut ausgebauten Infrastruktur. Mit den beiden renommierten Universitäten Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, den vier Hochschulen für angewandte Wissenschaften, der Kunsthochschule Burg Giebichenstein und vielen wichtigen außeruniversitären Forschungseinrichtungen ist das Land reich an zukunftsweisenden Projekten, anwendungsorientierten Innovationen und internationaler Reputation.

„Unser Ziel ist es, dass in der anstehenden Entscheidungsrunde auch Anträge aus Sachsen-Anhalt erfolgreich sind. Denn derart strategische Investitionen ins Hochschulsystem stärken zukunftsfähige Forschungsfelder und steigern die Attraktivität unserer Universitäten mit Blick auf Neuberufungen, Nachwuchswissenschaft oder die Einwerbung zusätzlicher Drittmittel.“

Prof. Dr. Armin Willingmann, Minister für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt 

Zukunftsfähige Forschungsfelder stärken – mit verlässlicher Finanzierung, wissenschaftlicher Vernetzung und noch mehr internationaler Sichtbarkeit

Damit Sachsen-Anhalt sich auch in Zukunft im mitunter harten internationalen Wettbewerb in Forschung und Wissenschaft positionieren und ein noch immer bestehendes Ost-West-Gefälle ausgleichen kann, möchte das Land gemeinsam mit allen Beteiligten die bereits international ausgewiesenen zukunftsfähigen Forschungsfelder weiter stärken, die Vernetzung der Hochschulen mit außeruniversitärer Forschung weiter ausbauen sowie Kompetenzzentren, Forschungsnetzwerke und -cluster aufbauen und weiterentwickeln. Denn natürlich verhält es sich so: Wo Spitzenforschung bereits etabliert ist, da zieht sie auch weitere Spitzenforschende aus dem In- und Ausland an. Daher unterstützt das Land die Universitäten beispielsweise beim Einwerben von neuen Sonderforschungsbereichen.

Ein weiterer wichtiger Motor dafür ist derzeit die zweite Runde der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern. Die beiden Universitäten Magdeburg und Halle haben Ende Mai 2023 je drei Projektskizzen für neue Forschungscluster der Exzellenzstrategie bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) eingereicht – teilweise in Kooperation mit weiteren Hochschulen oder außeruniversitären Forschungseinrichtungen.

Im Erfolgsfall kann ein Exzellenzcluster für sieben Jahre mit jährlich bis zu zehn Millionen Euro gefördert werden. Eine Verlängerung um weitere sieben Jahre ist möglich. Zunächst einmal bedeutet das für die Cluster eine Förderung ihres international wettbewerbsfähigen Forschungsfeldes. Die Gelder kommen aber auch der wissenschaftlichen Profilbildung und Prioritätensetzung an den jeweiligen Universitäten zugute. Und sie schaffen exzellente Ausbildungs- und Karrierebedingungen für den wissenschaftlichen Nachwuchs. Und das wiederum beträfe auch die gesamte Forschungs- und Wissenschaftslandschaft in Sachsen-Anhalt. Denn vom Wissenschafts- und Technologietransfer in regionale und überregionale Unternehmen und von neuen Synergien profitieren alle.

Status Exzellenzcluster bringt mehr Attraktivität für Studierende, den wissenschaftlichen Nachwuchs und Forschungspartner

Unabhängig vom Erfolg der eingereichten Projektskizzen werden die für die Bewerbung als Exzellenzcluster erarbeiteten Konzepte die Entwicklung der jeweiligen Forschungsschwerpunkte weiterbringen. Manche der Projekte sind ohne die damit verbundenen Forschungsgelder allerdings gar nicht oder nur zu geringen Teilen umsetzbar. Nicht zu unterschätzen ist zudem das mit dem Titel verbundene Renommee. Denn in der Regel führt ein Status der Exzellenz zu einer besseren Reputation und somit zu einer höheren Attraktivität für die weltweit besten Forschungspartner, für den wissenschaftlichen Nachwuchs und auch für Studierende.

Doch auch wenn Sachsen-Anhalt, gemeinsam mit Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, in der ersten Wettbewerbsrunde der Exzellenzstrategie nicht gefördert wurde, gehen sämtliche Beteiligten diesmal optimistisch in den Wettbewerb. Um eine solide Vorbereitung zu ermöglichen, hat das Wissenschaftsministerium zur Vorbereitung der Anträge 2022 bereits rund fünf Millionen Euro gegeben. Und in diesem Jahr hat es die Bewerbungen der Universitäten Halle und Magdeburg mit insgesamt acht Millionen Euro unterstützt.

Ein langer Weg zu Exzellenzclustern in Sachsen-Anhalt

Jetzt müssen die Exzellenzcluster-Initiativen aus Sachsen-Anhalt aber erst einmal aus einem Pool von insgesamt 143 eingereichten Projektskizzen ausgewählt werden. Im Februar 2024 entscheidet das Expertengremium für die Exzellenzstrategie mit 39 international ausgewiesenen wissenschaftlichen Expert:innen aus allen Fachgebieten, welche Skizzen in Förderanträge ausgearbeitet und in den Wettbewerb mit bereits geförderten Exzellenzclustern treten können.

Auch nach diesem Meilenstein ist der Weg noch lang. Geplant ist, dass bis Ende August 2024 die Förderanträge für neue Exzellenzcluster und die Fortsetzungsanträge für bereits geförderte Exzellenzcluster bei der DFG eingehen. Auch diese werden dann durch internationale Panels begutachtet und im Mai 2025 mit Förderempfehlungen an die Exzellenzkommission weitergegeben. Dort entscheidet das Expertengremium gemeinsam mit den für Wissenschaft und Forschung zuständigen Minister:innen des Bundes und der Länder endgültig über die künftigen Förderungen. Förderbeginn ist der 1. Januar 2026.

Abteilung Hochschulen, Wissenschaft und Forschung

Ministerium für Wissenschaft, Energie, 
Klimaschutz und Umwelt
 des Landes Sachsen-Anhalt 
Leipziger Straße 58 
39112 Magdeburg 

Telefon: +49 391 567- 3477
E-Mail: VzAL5(at)mwu.sachsen-anhalt.de

Hintergrund: Exzellenzstrategie von Bund und Ländern

Die Exzellenzstrategie von Bund und Ländern wurde 2016 ins Leben gerufen. Sie verbindet die Förderung von Spitzenforschung mit langfristigen und strategischen Investitionen in das Hochschulsystem.