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Willingmann sieht Fortschritte bei der Gleichstellung von Frauen an Hochschulen

Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft am 11. Februar

Frauen sind an den Hochschulen und Universitäten Sachsen-Anhalts stärker vertreten als in früheren Jahren. Mehr als die Hälfte der Studierenden – aktuell rund 51 Prozent – sind weiblich. Dennoch zeigt sich insbesondere auf den höheren Karrierestufen weiterhin Handlungsbedarf. Anlässlich des Aktionstages „Frauen und Mädchen in der Wissenschaft“ am morgigen Mittwoch, 11. Februar, betont Wissenschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann: „Die Hochschulen haben in den vergangenen Jahren viel erreicht. Frauen prägen Studium, Forschung und Lehre in Sachsen-Anhalt selbstverständlich mit. Aber gerade auf dem Weg zur Professur sind sie noch immer nicht im gleichen Maße vertreten wie Männer. Gleichstellung ist ein langfristiger Prozess – und wir sind noch nicht am Ziel.“

Ein Blick auf die aktuellen Zahlen verdeutlicht diese Entwicklung: Während Frauen bei den Studierenden insgesamt 51 Prozent stellen und 52 Prozent der Hochschulabschlüsse erwerben, sinkt ihr Anteil bei Promotionen auf 46 Prozent und bei Habilitationen auf 37 Prozent. Bei den Professuren liegt der Frauenanteil landesweit bei 26,7 Prozent. Besonders bei W2- und W3-Professuren sind Frauen weiterhin unterrepräsentiert: Von 890 besetzten Professuren an den staatlichen Hochschulen des Landes sind 242 mit Professorinnen besetzt (27,2 Prozent). Unterschiede zeigen sich auch zwischen den Einrichtungen – von 48,9 Prozent Professorinnen an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle bis zu 21,5 Prozent an der Hochschule Harz.

Um die Entwicklung weiter positiv zu beeinflussen, setzt das Wissenschaftsministerium auf gezielte Förderinstrumente. Ein zentrales Element ist das aus europäischen Mitteln finanzierte Landesprogramm „FEM POWER“. Hierfür stellt das Wissenschaftsministerium rund 11,1 Millionen Euro bereit. In dem landesweiten Netzwerk arbeiten die Hochschulen Sachsen-Anhalts sowie drei Leibniz-Institute zusammen, um ihre Expertise zu bündeln und standortübergreifend Maßnahmen zur Förderung von Wissenschaftlerinnen umzusetzen.

Bereits bei der Studienorientierung geht es los: Mit Projekten wie „intoMINT goes LSA“ werden Mädchen ab der 8. Klasse gezielt für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik begeistert. Eine interaktive App sowie Veranstaltungen und Vernetzungsangebote schaffen praxisnahe Zugänge zu MINT-Themen und informiert über Studien- und Berufsmöglichkeiten in Sachsen-Anhalt.

Darüber hinaus profitieren die Hochschulen vom Professorinnen-Programm des Bundes, das vom Land mitfinanziert wird. Es unterstützt gezielt die Berufung von Wissenschaftlerinnen sowie nachhaltige Gleichstellungsstrukturen. So wurden unter anderem an der Hochschule Anhalt eine Regelprofessur im Fach „Biomedizinische Informationsverarbeitung“ und an der Hochschule Merseburg eine Professur im Bereich „ABWL, Marketing und E-Business“ mit 401.406 Euro bzw. 148.840 Euro unterstützt. Neben konkreten Berufungen stehen Mentoring, Talentförderung, Netzwerkbildung und die bessere Vereinbarkeit von Familie und wissenschaftlicher Karriere im Fokus.

Der Internationale Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft wurde 2015 von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen, um die Leistungen von Frauen in Wissenschaft und Technologie sichtbar zu machen. Sachsen-Anhalt nutzt diesen Anlass, um Fortschritte zu würdigen und zugleich die strukturelle Weiterentwicklung der Gleichstellung konsequent voranzutreiben. „Vielfalt, Chancengleichheit und gleichberechtigte Teilhabe sind entscheidend für einen leistungsfähigen und zukunftsorientierten Wissenschaftsstandort“, betonte Willingmann weiter. „Während politische Kräfte vom rechten Rand das Thema Gleichstellung begraben wollen, werden wir uns ganz klar dafür einsetzen, dass qualifizierten Frauen eine Karriere in der Wissenschaft nicht versagt bleibt.“

Kontakt

Ministerium für Wissenschaft,
Energie, Klimaschutz und Umwelt

des Landes Sachsen-Anhalt
Leipziger Straße 58
39112 Magdeburg

Telefon: +49 391 567- 1950
E-Mail: pr(at)mwu.sachsen-anhalt.de

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