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„Grünes Band“: Neuer Fachbeirat begleitet Entwicklung des einzigartigen Schutzgebiets

Umweltministerium & Staatskanzlei berufen 33 Expertinnen & Experten

Unterstützung fürs „Grüne Band“: Der neue Fachbeirat für das Schutzgebiet entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze hat sich jetzt im Beisein von Umwelt-Staatssekretär Dr. Steffen Eichner konstituiert. In den nächsten fünf Jahren werden insgesamt 33 Expertinnen und Experten von Kommunen, Vereinen, Verbänden und Behörden die Weiterentwicklung der Flächen entlang des einstigen Todesstreifens begleiten – dabei im Fokus: Naturschutz und Erinnerungskultur. Als Sprecher des neuen Fachbeirates wurden der Landesbeauftragte für die Aufarbeitung der SED-Diktatur, Johannes Beleites, und der Landrat des Altmarkkreises Salzwedel, Steve Kanitz, gewählt.

Eichner betonte: „Ich freue mich, dass sich wieder zahlreiche Menschen mit frischen Ideen, viel Sachverstand und starkem Engagement für den Erhalt und die Weiterentwicklung des ‚Grünen Bandes‘ einsetzen wollen. Das Schutzgebiet ist nicht nur ein wertvolles Biotopsystem, sondern auch ein einzigartiges Symbol der deutschen Wiedervereinigung. Der Einsatz im neuen Beirat lohnt sich also gleich doppelt!“

Staatssekretär für Kultur, Dr. Sebastian Putz, unterstrich: „Das Grüne Band ist nationales Naturmonument und bedeutender Erinnerungsort. Von den Elbauen im Norden Sachsen-Anhalts bis in den Harz sind es gerade die ehrenamtlichen Akteure vor Ort, die an die Auswirkungen des unmenschlichen Grenzregimes der DDR erinnern und diesem einst tödlichen Grenzstreifen ein neues Gesicht geben. Dabei hat vor allem der Fachbeirat in den vergangenen Jahren viele wichtige Beiträge zur Entwicklung des Grünen Bandes geleistet. Ich freue mich sehr über die Neukonstituierung des Gremiums in diesem Jahr und wünsche allen Beteiligten viel Erfolg für ihr Wirken.“

Im Fokus der Arbeit des Fachbeirates steht die Umsetzung des künftigen Pflege-, Entwicklungs- und Informationsplans (PEIP), dessen Entwurf noch bis Ende Februar 2026 öffentlich einsehbar ist. Das „Grüne Band“ entlang des ehemaligen DDR-Grenzstreifens ist heute ein wertvoller Biotopverbund und Erinnerungsort. Dieser einzigartige Lebensraum für viele, auch bedrohte Tier- und Pflanzenarten verläuft auf rund 343 Kilometern durch Sachsen-Anhalt und ist seit November 2019 per Gesetz als „Nationales Naturmonument“ ausgewiesen. Träger sind das Umweltministerium (Naturschutz) sowie die Staatskanzlei und Ministerium für Kultur (Erinnerungskultur).

Weitere Informationen gibt es unter www.gruenesbandlsa.de.

Kontakt

Ministerium für Wissenschaft,
Energie, Klimaschutz und Umwelt

des Landes Sachsen-Anhalt
Leipziger Straße 58
39112 Magdeburg

Telefon: +49 391 567- 1950
E-Mail: pr(at)mwu.sachsen-anhalt.de

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