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Aufruf zur Stellungnahme

Managementmaßnahmen für invasive gebietsfremde Arten von unionsweiter Bedeutung

Gebietsfremde invasive Tier- und Pflanzenarten haben negative Auswirkungen auf die Biodiversität und die damit verbundenen Ökosystemdienstleistungen sowie gegebenenfalls auf die menschliche Gesundheit oder die Wirtschaft. Um diese negativen Auswirkungen zu minimieren und die Ausbreitung der Populationen einzudämmen, hat die EU mit der Verordnung 1143/2014 einen verbindlichen Rechtsrahmen geschaffen.

Mit den Durchführungsverordnungen (EU) 2016/1141, 2017/1263 und 2019/1262 ("Unionsliste") ist verbindlich festgelegt, für welche Arten die durch die Verordnungen geltenden Regelungen zur Prävention und zum Management greifen. Etablierte und weit verbreitete Arten bedürfen der Erstellung von Managementmaßnahmen innerhalb von 18 Monaten nach Aufnahme in die Unionsliste.

Aktuell werden in Deutschland Managementmaßnahmenblätter für zwei Tier- und Pflanzenarten erstellt. Die länderübergreifend abgestimmten Managementmaßnahmenblätter enthalten spezifische Informationen zur Biologie der invasiven Arten, deren Einführungs-, Ausbringungs- und Ausbreitungspfaden, den negativen Auswirkungen auf Ökosysteme, Managementziele und nicht priorisierte Managementmaßnahmen.

Gemäß der EU-Verordnung 1143/2014 ist die Öffentlichkeit frühzeitig und in effektiver Weise an der Vorbereitung von Managementmaßnahmen zu beteiligen.

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Hintergrund

Die Verordnung (EU) Nr. 1143/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 22. Oktober 2014 über die Prävention und das Management der Einbringung und Ausbreitung invasiver gebietsfremder Arten ist am 1. Januar 2015 in Kraft getreten und gilt in den Mitgliedsstaaten unmittelbar.

Die die o.g. Durchführungsverordnungen („Unionsliste“) listen 67 invasive gebietsfremde Tier- und Pflanzenarten, deren negative Auswirkungen auf die Biodiversität als erheblich angesehen werden und die ein hohes, länderübergreifendes Ausbreitungspotenzial besitzen. Für Tier- und Pflanzenarten der Unionsliste gelten Verbote von Einfuhr, Haltung, Zucht, Transport, Erwerb, Verwendung, Tausch und Freisetzung.

Für die Öffentlichkeitsbeteiligung sind für Sachsen-Anhalt folgende Arten von Relevanz:

  • Götterbaum (Ailanthus altissima)
  • Sonnenbarsch (Lepomis gibbosus)

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Referat Arten- und Biotopschutz, Natura 2000, Eingriffsregelung, Landschaftsplanung

Ministerium für Wissenschaft, Energie,
Klimaschutz und Umwelt
 des Landes Sachsen-Anhalt
Leipziger Straße 58
39112 Magdeburg

Telefon: +49 391 567- 1682
E-Mail: nadine.becker(at)mule.sachsen-anhalt.de