Neubau von Mitteldeutschem Algenzentrum und Forschungsprojekte
Willingmann überreicht Förderzusage und Mittelzuweisung über insgesamt 39 Millionen Euro an Hochschule Anhalt
Sachsen-Anhalt wird zunehmend zum Land der Zukunftstechnologien: Mit Unterstützung von Bund und Wissenschaftsministerium wird die Hochschule Anhalt weiter als Hotspot für innovative Algenbiotechnologie ausgebaut. Ziel der Forschenden: Mikroalgen sollen künftig dazu beitragen, fossile und damit klimaschädliche Rohstoffe in Chemie- oder Pharmaindustrie zu ersetzen und auch die Ernährungsbranche nachhaltiger aufzustellen.
Für den finanziellen Rückenwind sorgte heute Wissenschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann: Er übergab gleich drei Förderzusagen bzw. Mittelzuweisungen in Höhe von insgesamt rund 39 Millionen Euro an den Präsidenten der Hochschule Anhalt, Prof. Dr. Jörg Bagdahn. Damit können drei Vorhaben des Kompetenzzentrums Algenbiotechnologie der Hochschule unter der Leitung von Prof. Dr. Carola Griehl umgesetzt werden: der Neubau des Mitteldeutschen Algenzentrums (MAZ) sowie zwei wegweisende Forschungsprojekte.
Mit bis zu 32 Millionen Euro entfällt der Löwenanteil der Unterstützung auf das MAZ. Finanziert aus dem Sondervermögen „Infrastruktur“ des Bundes entsteht am Technologie-Campus Köthen eine hochmoderne Forschungsinfrastruktur, die erstmals die gesamte Prozesskette der Algenbiotechnologie abbildet – von der Kultivierung der Mikroalgen über die Gewinnung wertvoller Inhaltsstoffe bis zur Entwicklung neuer Produkte. Im Fokus steht dabei die enge Kooperation mit der Wirtschaft, um u.a. der Agrar-, Lebensmittel-, Kosmetik-, Pharma- oder Chemiebranche neue Wertschöpfungsketten zu ermöglichen. Das neue Algenzentrum soll 1.967 m² Forschungsfläche umfassen. Der Baubeginn ist für Sommer 2028 geplant, die Inbetriebnahme des Gebäudes für Sommer 2030.
Willingmann betonte: „Wir investieren gezielt in eine Zukunftstechnologie mit großem Potenzial für Klimaschutz, Innovation und nachhaltiges Wachstum. Das MAZ stärkt dabei die wissenschaftliche Exzellenz und die bioökonomische Innovationskraft in Sachsen-Anhalt. Die Hochschule Anhalt spielt auf dem Gebiet der Algenbiotechnologie seit Jahren in der Champions League. Nun schaffen wir die Voraussetzungen, damit die exzellente Forschung noch schneller ihren Weg in die wirtschaftliche Anwendung findet.“
Bagdahn ergänzte: „Wir bauen damit unsere internationale Spitzenstellung in der Algenbiotechnologie konsequent weiter aus. Das MAZ wird ein Ort sein, an dem exzellente Forschung, Technologietransfer und die Kooperation mit Unternehmen eng zusammenwirken. Davon profitieren unsere Studierenden ebenso wie die Wirtschaft und der Innovationsstandort Sachsen-Anhalt.“
Neben der Förderzusage für den Aufbau des MAZ über das Sondervermögen des Bundes hatte Minister Willingmann heute zwei Mittelzuweisungen aus dem EU-gespeisten
