Unimedizin kann zwei hochmoderne Linearbeschleuniger beschaffen
Willingmann überreicht Förderung über 9,2 Mio. Euro: „High-Tech für Krebstherapie in Halle“
Mehr Präzision und Sicherheit für die Behandlung von Krebs in Sachsen-Anhalt: Mit finanzieller Unterstützung des Wissenschaftsministeriums kann die Universitätsmedizin Halle (Saale) in zwei hochmoderne Linearbeschleuniger investieren. Die Förderbescheide für die baugleichen Großgeräte in Höhe von insgesamt rund 9,2 Millionen Euro hat Minister Prof. Dr. Armin Willingmann heute im Rahmen des Sommerfestes der Unimedizin an den Ärztlichen Direktor, PD Dr. Matthias Janda, und den Kaufmännischen Direktor, Alexander Beblacz, überreicht. Die neuen Geräte stärken die Strahlentherapie in Halle.
Minister Willingmann sagte: „Für eine optimale Krankenversorgung braucht es neben motivierten Fachkräften auch moderne Technik. Als Maximalversorger hat die Universitätsmedizin Halle hier einen hohen Anspruch und eine besondere Verantwortung. Daher fördern wir High-Tech für die Krebstherapie in Halle. Sicher: Die beiden Linearbeschleuniger der neuesten Generation kosten viel Geld. Dieses Geld ist aber gut angelegt – denn davon werden in den nächsten Jahren tausende Tumorpatienten profitieren, vor allem aus dem südlichen Sachsen-Anhalt.“
PD Dr. Matthias Janda, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Halle (Saale), erklärt: „Die zwei neuen Linearbeschleuniger ermöglichen eine präzise Behandlung bis in den Sub-Millimeterbereich. Dadurch können wir sicherstellen, dass jede einzelne Bestrahlung exakt ausgerichtet ist und gesundes Gewebe bestmöglich geschont wird. Unsere etwa 100 Tumorpatienten pro Tag können wir damit ohne Versorgungsunterbrechung weiterhin zuverlässig und wirksam behandeln.“
Linearbeschleuniger sind das Herzstück der Strahlentherapie zur möglichst schonenden Behandlung von Krebs. Mit ihnen können Tumore gezielt mit Photonen bestrahlt werden, während gesundes Gewebe geschont wird – dadurch lassen sich oftmals große Operationen vermeiden. Die beiden vorhandenen, baugleichen Geräte aus den Jahren 2014 und 2015 müssen nach mehr als einem Jahrzehnt intensivster Nutzung ausgetauscht werden. Ihre hochmodernen Nachfolger ermöglichen eine noch genauere Bestrahlung bis in Bereiche von weniger als einem Millimeter – und damit eine schonendere Behandlung. Auch die zwei neuen Linearbeschleuniger sind baugleich und werden im Tandembetrieb eingesetzt. Dadurch können die täglichen Bestrahlungsserien, die meist über mehrere Wochen laufen, auch im Falle von Wartungen oder Reparaturen ohne Einschränkung fortgesetzt werden.
