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3,6 Millionen Euro für den Trink- und Abwasserverband Börde

Willingmann überreicht Förderbescheid zur Stärkung der Wasserversorgung in Magdeburg

3,6 Millionen Euro für den Trink- und Abwasserverband Börde

Sachsen-Anhalt zählt schon heute zu den trockensten Bundesländern. Fortschreitender Klimawandel und steigende Wasserbedarfe der wachsenden Wirtschaft machen Wasser zunehmend zu einem knappen Gut. Das Umweltministerium stärkt jetzt die Trinkwasserversorgung in der Region Magdeburg: Umweltminister Prof. Dr. Armin Willingmann hat am heutigen Montag im Beisein von Bundesumweltminister Carsten Schneider einen Förderbescheid über 3,595 Millionen Euro an den Trink- und Abwasserverband Börde (TAV Börde) überreicht. Dieser plant eine Erhöhung der Trinkwasserproduktion um bis zu 7.000 Kubikmeter pro Tag.

„Mit dem Vorhaben in Colbitz stärken wir die Klimaresilienz unserer Wasserversorgung in der Region Magdeburg, betonte Willingmann. „Wir müssen heute vorsorgen, damit Wasser auch morgen zuverlässig zur Verfügung steht – für die Menschen ebenso wie für Unternehmen und neue Ansiedlungen. Eine leistungsfähige Wasserversorgung ist deshalb nicht nur Daseinsvorsorge, sondern auch ein wichtiger Standortfaktor für die wirtschaftliche Entwicklung der Region.“

Das Vorhaben des TAV Börde umfasst die Errichtung einer Druckerhöhungsstation sowie einer rund 3,2 Kilometer langen Reinwasserleitung. Die Leitung soll bis zum Wasserwerk Colbitz geführt und dort direkt in das Hauptversorgungsleitungssystem eingebunden werden.

Durch die Maßnahme kann die Trinkwasserproduktion um bis zu 7.000 Kubikmeter pro Tag erhöht werden. Damit sollen insbesondere Engpässe vermieden und zusätzliche Bedarfe abgedeckt werden, die durch die wirtschaftliche Entwicklung und regionale Neuansiedlungen oder Erweiterungen entstehen.

Sachsen-Anhalt zählt bundesweit zu den von Trockenheit bedrohten Regionen. Wiederkehrende Dürreperioden und veränderte Wasserbedarfe stellen die Wasserversorgung damit vor zusätzliche Herausforderungen. Zugleich benötigen Zukunftsindustrien und strukturprägende Branchen teilweise erhebliche Mengen an Wasser.

Die Trinkwasserabgabe in Sachsen-Anhalt lag 2022 bei rund 122 Millionen Kubikmetern und weist eine steigende Tendenz auf. Gleichzeitig sind die vorhandenen Kapazitäten im Land bereits nahezu vollständig ausgelastet. Die Wasserversorgung aus der Colbitz-Letzlinger-Heide ist dabei neben der Rappbodetalsperre bei Wienrode und dem Urstromtal der Elbe (Elbtalaue) einer von drei zentralen Stützpfeilern der Wasserversorgung Sachsen-Anhalts.

Die zuwendungsfähigen Kosten des Vorhabens belaufen sich auf rund 5,14 Millionen Euro netto. Das Umweltministerium fördert die Maßnahme mit 70 Prozent aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Die maximale Zuwendung beträgt 3.595.361 Euro. Die verbleibenden rund 1,54 Millionen Euro werden aus Eigenmitteln finanziert.

Zuwendungsempfänger ist der Trink- und Abwasserverband Börde (TAV Börde). Die Umsetzung des Vorhabens erfolgt durch die Trinkwasserversorgung Magdeburg GmbH (TWM) als Letztempfängerin. Der TAV Börde unterstützt damit seinen Vorlieferanten TWM sowie das Land Sachsen-Anhalt bei der Sicherung und Weiterentwicklung der regionalen Wasserversorgung.