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IPK Gatersleben erhält 22,5 Millionen Euro

Willingmann: Spitzenforschung für unsere Landwirtschaft in Sachsen-Anhalt

IPK Gatersleben erhält 22,5 Millionen Euro

Hitze, Trockenheit und andere Wetterextreme stellen die Landwirtschaft vor immer größere Herausforderungen. Welche Nutzpflanzen können auch unter veränderten Klimabedingungen noch zuverlässig wachsen? Wie lassen sich Ertrag und Qualität sichern? Um Antworten auf diese Fragen zu finden, unterstützt Sachsen-Anhalts Wissenschaftsministerium das Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) in Gatersleben mit 22,5 Millionen Euro. Wissenschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann hat am heutigen Mittwoch einen Förderbescheid für den Ersatzneubau des Gewächshauskomplexes Genetik sowie für die Erneuerung der Kälte- und Medienversorgung überreicht.

„Der Klimawandel schreitet auch bei uns in Sachsen-Anhalt voran und geht mit neuen Herausforderungen für unsere Landwirtschaft einher“, betonte Willingmann. „Längere Trockenperioden, zunehmende Hitze und weitere Wetterextreme können Ernten gefährden.“ Umso wichtiger seien Kenntnisse, welche Pflanzen auch mit den Bedingungen von morgen zurechtkommen. Willingmann setzt deshalb auf Spitzenforschung für die Landwirtschaft am IPK „Das Leibnitz-Institut verfügt mit seiner Genbank und seiner international herausragenden Expertise über beste Voraussetzungen, um einen wichtigen Beitrag für eine klimaresilientere Landwirtschaft zu leisten. Deshalb ist die Millionen-Förderung, die das IPK nun erhält, sehr gut angelegtes Geld.“

Der geplante Gewächshauskomplex ermöglicht es künftig den Forschenden, Pflanzen gezielt unterschiedlichen Umweltbedingungen auszusetzen und ihre Reaktionen genau zu untersuchen. Temperatur, Licht, Luftfeuchtigkeit, Bewässerung und Kohlendioxid können für einzelne Versuche präzise gesteuert werden. Damit lässt sich beispielsweise untersuchen, wie Nutzpflanzen auf Hitze und Trockenheit reagieren. Die Forschenden können vergleichen, welche Pflanzen auch unter Stress weiterwachsen, wie sich ihre Erträge entwickeln und welche genetischen Eigenschaften dafür verantwortlich sind.

Prof. Dr. Nicolaus von Wirén, Geschäftsführender Direktor des IPK, erklärte: „Die Zuwendung ist eine Investition in die Zukunftsfähigkeit des Standorts Gatersleben, weil wir damit die Forschungsarbeiten auf hohem Niveau halten können, mehr Möglichkeiten und Kapazitäten haben, Forschungsgelder einzuwerben, und letztendlich damit auch unsere Rolle als großer regionaler Arbeitgeber sichern. Der Zuwendungsbescheid erlaubt uns nicht nur ein Forschungsgewächshaus nach neuestem technischen Standard auszustatten, sondern auch gleichzeitig die zentrale Kälteversorgung für den ganzen Campus umzugestalten, womit wir die Betriebskosten deutlich reduzieren können.“

Die 22,5 Millionen Euro Fördermittel stammen aus der so genannten Schnellbauinitiative von Bund und Ländern, einer Bund-Länder-Vereinbarung zur Modernisierung und Sanierung der baulich-technischen Infrastruktur von Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Die Mittel kommen für das IPK zur rechten Zeit. Die bestehenden Gewächshausanlagen sind inzwischen baulich und technisch in die Jahre gekommen. Sie werden deshalb jetzt modernisiert. Die Maßnahme ist Bestandteil des Entwicklungskonzepts „Forschungscampus 2030“ und soll bis Ende 2029 umgesetzt werden.