Willingmann: Auch in neuer EU-Förderperiode kräftig in Trinkwasserversorgung investieren
„Sachsen-Anhalt muss auch in den kommenden Jahren kräftig in die Sicherung einer krisenfesten Trinkwasserversorgung investieren. Dazu sollte das kurzfristig in diesem Jahr aus der Taufe gehobene Programm zur Stärkung der Wasserresilienz in der nächsten EU-Förderperiode unbedingt fortgesetzt werden.“ Das betonte Umweltminister Prof. Dr. Armin Willingmann heute auf dem „Tag der Wasserwirtschaft“ in Magdeburg.
Um notwendige Investitionen in das Trinkwassersystem in Sachsen-Anhalt zu unterstützen, hatte das Umweltministerium kurzfristig EU-Mittel umgeschichtet und Mitte 2026 das Programm „Förderung einer resilienten Wasserversorgung“ gestartet. Der Zuschuss in Höhe von 83,1 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) ist komplett gebunden. Gefördert werden fünf Vorhaben in den Regionen Halle (Saale), Magdeburg und Harz. Zentrale Projekte sind der Ausbau des Wasserwerks Halle-Beesen zum Spitzenlastwasserwerk, die Erweiterung des Wasserwerks Wienrode und der Ausbau der Wasserleitung zwischen Thale und dem Quedlinburger Ortsteil Bad Suderode.
Willingmann: „Die Wasserwirtschaft steht vor großen Herausforderungen. Mit Blick auf den auch in diesem Sommer stark spürbaren Klimawandel, aber auch auf die demografische Entwicklung, regionale Wasserknappheit und die Belastung mit Schadstoffen müssen wir unsere Wasserversorgung fit für die Zukunft machen. Dafür braucht es landesweit Investitionen in die Infrastruktur. Nur wer hier künftig am Ball bleibt, sichert die Trinkwasserversorgung, stärkt die Klimaresilienz und schafft Voraussetzungen für Wirtschaftswachstum.“
Der „Tag der Wasserwirtschaft“ wird jährlich vom „Wasserverbandstag e.V. Bremen/Niedersachsen/Sachsen-Anhalt“ organisiert. Der gemeinsame Interessenverband der drei Bundesländer hat rund 1.000 Mitglieder, darunter Siedlungswasserwirtschaftsverbände, Unterhaltungsverbände, Deichverbände sowie Wasser- und Bodenverbände.
