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3. November ist „Internationaler Tag der UNESCO-Biosphärenreservate“

Sachsen-Anhalts Biosphärenreservate laden zu geführter Wanderung und Vortrag ein

3. November ist „Internationaler Tag der UNESCO-Biosphärenreservate“

Wer intakte Natur erleben will, ist in Sachsen-Anhalts Biosphärenreservaten goldrichtig. Die Schutzgebiete „Mittelelbe“, „Drömling“ und „Karstlandschaft Südharz“ sind wichtige Rückzugsorte für seltene Tiere wie Pflanzen und bieten mit ihren reizvollen Landschaften Besuchern das ganze Jahr Erholung und Spaß an der Natur. Mit Blick auf den „Internationalen Tag der UNESCO-Biosphärenreservate“, der seit 2022 jährlich am 3. November stattfindet, sind in den kommenden Wochen zusätzliche Veranstaltungen geplant: Die Biosphärenreservate laden zu Wanderung und Vortrag ein; geplant ist zudem eine Festveranstaltung für ehrenamtliche Naturschützer:

  • Das Biosphärenreservat „Karstlandschaft Südharz“ veranstaltet am 7. November ab 10 Uhr eine etwa fünf Kilometer lange geführte Herbstwanderung von der Ortsmitte Hainrode (Landkreis Mansfeld-Südharz) aus zum geographischen Mittelpunkt des Schutzgebiets an der „Schönen Aussicht“. Eine Anmeldung ist erforderlich und online möglich.
  • Das UNESCO-Biosphärenreservat „Mittelelbe“ lädt am 10. November zum kostenfreien Vortrag über den Europäischen Stör und dessen Situation im Elbeeinzugsgebiet; er startet 18 Uhr im Informationszentrum Auenhaus in Oranienbaum-Wörlitz (Landkreis Wittenberg).
  • Im UNESCO-Biosphärenreservat „Drömling“ dreht sich am 6. November alles um die ehrenamtliche Naturschutzarbeit: Bei einer Festveranstaltung für Partner, zertifizierte Natur- und Landschaftsführer, freiwillig Engagierte und Volunteer-Ranger stehen vor allem die 2005 gestartete „Junior-Ranger-Initiative“ und das Projekt „Ehrensache Natur“ im Fokus.

Umweltminister Prof. Dr. Armin Willingmann betont: „Unsere Biosphärenreservate sind für die Artenvielfalt im Land von enormer Bedeutung. Sie bilden aber keine abgeschlossenen Schutzgebiete, sondern zeigen, wie Mensch und Natur gut zusammenleben können. Ein kleiner Teil der Fläche für echte Wildnis und zugleich viel Raum für wirtschaftliche Nutzung – das ist ein Erfolgsrezept, das landesweit wirkt und an der Mittelelbe und im Drömling bereits zur UNESCO-Anerkennung geführt hat.“

Hintergrund:

Weltweit gibt es derzeit 784 Biosphärenreservate in 140 Ländern, hiervon 18 in Deutschland. In diesen Modellregionen werden Naturschutz, Artenvielfalt und Umweltbildung mit nachhaltiger Wirtschaftsentwicklung verknüpft. Dadurch lassen sich Kulturlandschaften erhalten und wertvolle Lebensräume für Mensch und Natur sichern. Drei Prozent der Biosphärenreservate dienen als Kernzone zur Wildnisentwicklung; die weit überwiegende Fläche wird als Pflege- und Entwicklungszone wirtschaftlich genutzt. Wegen der reizvollen Landschaft und der geringen Umweltbelastung sind die Regionen für Urlaub und Naherholung beliebt.

Der Drömling ist seit seiner Anerkennung Mitte 2023 das jüngste UNESCO-Biosphärenreservat Deutschlands. Das Biosphärenreservat Mittelelbe ist heute Teil des länderübergreifenden UNESCO-Biosphärenreservates „Flusslandschaft Elbe“; es geht im Ursprung auf eines der deutschlandweit ersten Biosphärenreservate zurück, das bereits 1979 international anerkannt wurde. Auch für die Karstlandschaft Südharz strebt Sachsen-Anhalt das UNESCO-Gütesiegel an. In den Verwaltungen der drei Biosphärenreservate kümmern sich bis zu 84 hauptamtliche Beschäftigte um die Weiterentwicklung der Schutzgebiete. Dabei arbeiten sie eng mit externen Projektträgern und ehrenamtlichen Naturschutzinteressierten zusammen.