Offizielle Website – Bundesrepublik Deutschland
Logo

Magdeburger Medizintechnik-Forschungscampus wächst durch Neubau

17,5 Mio. Euro für STIMULATE-Erweiterung // Willingmann überreicht Förderzusage: „Zünden jetzt die nächste Entwicklungsstufe“

Magdeburger Medizintechnik-Forschungscampus wächst durch Neubau

Die Erfolgsgeschichte des Medizintechnik-Forschungscampus STIMULATE der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg kann weitergehen: Das Wissenschaftsministerium unterstützt den Ausbau des Forschungs-Leuchtturms für bildgestützte minimalinvasive Medizin mit bis zu 17,5 Millionen Euro aus dem Infrastruktur-Sondervermögen des Bundes. Die Mittelzuweisung für den Neubau im Wissenschaftshafen hat Wissenschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann heute an den Rektor der Universität, Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan, und STIMULATE-Sprecher Prof. Dr. Georg Rose überreicht. Inklusive Eigenmitteln will die Universität rund 21 Millionen Euro investieren.

Das neue Gebäude „STIMULATE 2“ entsteht in südlicher Verlängerung von Speicher A und schafft dort moderne Laborflächen, zusätzliche Räume für Start-ups und technologieorientierte Ausgründungen, Büros sowie Flächen für neue Forschungseinrichtungen und Industriepartner. Im Fokus steht weiterhin die Forschung zu bildgestützten minimalinvasiven Therapien zur Behandlung u.a. von Krebs und neurovaskulären Erkrankungen wie Aneurysmen. Daneben sind auch neue Bereiche vorgesehen, etwa für Forschung und Entwicklung zu KI-gestützten Medizinprodukten, Robotik und intelligenten Assistenzsystemen. Auch dadurch sollen die Ausbildung von Studierenden und Doktoranden sowie Gründungsförderung und Technologietransfer gestärkt werden.

Wissenschaftsminister Willingmann: „Mit dem STIMULATE-Neubau setzen wir ein starkes Zeichen für die Zukunft der Medizintechnik in Magdeburg und Sachsen-Anhalt. Der Forschungscampus der Universität Magdeburg hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der erfolgreichsten Zentren seiner Art in Deutschland entwickelt. Gut 80 Millionen Euro an eingeworbenen Drittmitteln, zahlreiche Patente und Ausgründungen sowie starke Industriepartnerschaften sprechen eine deutliche Sprache. Diese Dynamik wollen wir noch verstärken und zünden dafür jetzt die nächste Entwicklungsstufe. Die Erweiterung schafft die räumliche Basis für den Ausbau vom Forschungscampus zum starken Medizintechnik-Cluster. Diese Investition in STIMULATE wird sich auszahlen – wissenschaftlich, wirtschaftlich und gesellschaftlich.“

Uni-Rektor Strackeljan: „Als Universität schaffen wir hier im Wissenschaftshafen ein Umfeld, in dem exzellente Forschung, Medizintechnik, Transfer und Unternehmensgründungen eng zusammenwirken. Aus wissenschaftlichen Erkenntnissen können so konkrete Anwendungen, neue Start-ups, hoch qualifizierte Arbeitsplätze und langfristige Perspektiven für die Region entstehen. Die enge Verbindung von Studium, Forschung und innovativen Unternehmen stärkt unsere Attraktivität im Wettbewerb um leistungsstarke MINT-Studierende aus dem In- und Ausland und eröffnet ihnen berufliche Perspektiven unmittelbar am Standort.“

STIMULATE-Sprecher Rose: „Mit STIMULATE 2 schaffen wir weit mehr als ein neues Forschungsgebäude – wir erweitern den Forschungscampus zu einem leistungsfähigen Medizintechnik-Ökosystem. Die Förderung ist ein starkes Bekenntnis zur Spitzenforschung, zum Wissens- und Technologietransfer sowie zur wirtschaftlichen Entwicklung unseres Standorts. Gemeinsam mit unseren Partnern aus Wissenschaft, Klinik und Industrie schaffen wir optimale Bedingungen, um innovative Ideen schneller in marktfähige Medizintechnologien und eine bessere Patientenversorgung zu überführen. Für dieses Vertrauen und die Unterstützung danke ich dem Wissenschaftsministerium und dem Finanzministerium des Landes Sachsen-Anhalt ausdrücklich.“


Hintergrund:

Als eine von bundesweit nur zehn Initiativen hatte sich STIMULATE 2012 im Wettbewerb „Forschungscampus“ des Bundesforschungsministeriums durchgesetzt und wird noch bis September 2029 in der dritten Förderphase vom Bund unterstützt. Der Campus hat aktuell gut 40 Kernpartner sowie mehr als 100 weitere Kooperationspartner.