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Zentraler Baustein für starken Hochwasserschutz in Halle: Staatssekretär Eichner weiht sanierten Gimritzer Damm ein

Kernstück ist 1.240 Meter lange Betonwand // 4,9 Mio. Euro investiert

Bedeutender Meilenstein für den Hochwasserschutz der Stadt Halle (Saale): Umweltstaatssekretär Dr. Steffen Eichner und der Direktor des Landesbetriebs für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft (LHW), Burkhard Henning, haben heute die fertiggestellte Hochwasserschutzanlage am Gimritzer Damm offiziell eingeweiht. Kernstück ist eine 1.240 Meter lange Beton-Schutzwand; sie wird den Stadtteil Halle-Neustadt künftig zusammen mit dem 2022 vollständig sanierten Passendorfer Deich gegen Jahrhunderthochwasser schützen. In die Ertüchtigung des Gimritzer Damms wurden insgesamt rund 4,9 Millionen Euro investiert.

Eichner sagte: „Bei der Flut im Juni 2013 wurden in Halle Rekordpegelstände erreicht. Teile der Altstadt standen unter Wasser und auch Halle-Neustadt drohte die Überflutung. Mit vereinten Kräften konnte der Gimritzer Damm damals gehalten und eine Katastrophe knapp verhindert werden. Dank der jetzt abgeschlossenen umfassenden Sanierung ist Halle-Neustadt gegen Hochwasser heute besser gerüstet denn je. Neben dem Gimritzer Damm und dem Passendorfer Deich hat das Land viele weitere Maßnahmen zum Hochwasserschutz in der Region umgesetzt; hierfür wurden in Halle und dem Saalekreis seit 2002 gut 40 Millionen Euro investiert.“

Schwerpunkt des Hochwasserschutzes des Landes bleibe weiterhin die Sanierung der noch nicht DIN-gerechten Deiche. Darüber hinaus gehe es künftig darum, weitere Überflutungsflächen zu schaffen. „Landesweit planen wir insgesamt 34 mögliche Maßnahmen mit einem Retentionsraum von rund 16.000 Hektar. Diese sollen schrittweise umgesetzt werden und umfassen auch Maßnahmen an der Saale, von der die Stadt Halle profitieren wird“, betonte der Staatssekretär.

LHW-Direktor Henning hob hervor: „Die Fertigstellung der Maßnahmen in Halle sind ein maßgeblicher Baustein zur Verbesserung des Hochwasserschutzes im Land Sachsen-Anhalt. Auch wenn die Umsetzung durch rechtliche Auseinandersetzungen stark verzögert wurde, ist es gut, dass jetzt Sicherheit herrscht. Ich danke allen Beteiligten für die intensive Unterstützung.“

Die Hochwasserschutzanlage „Gimritzer Damm“ befindet sich stromabwärts (nördlich der „Magistrale“) im linken Vorland der Saale und verläuft auf 1.240 Metern unmittelbar neben der gleichnamigen Straße zwischen Rennbahnkreuz und Heideallee. Gemeinsam mit dem stromauf (südlich der „Magistrale“) befindlichen Passendorfer Deich schützt er das Stadtgebiet von Halle-Neustadt.

Ursprünglich war der „Gimritzer Damm“ ein reiner Erddamm. Im Zuge der Sanierung wurde u.a. eine zwei Meter hohe und 50 Zentimeter breite Hochwasserschutzwand aus Beton errichtet, die im oberen Bereich der wasserseitigen Böschung zwischen 70 und 90 Zentimeter aus der Deichkrone herausragt. Diese Betonwand fußt auf einem Kopfbalken (ein Meter tief) sowie auf 435 jeweils sieben Meter tiefen Betonbohrpfählen, die im Abstand von je drei Metern gesetzt wurden. Landseitig wurde ein asphaltierter Weg zur Unterhaltung und Deichverteidigung angelegt, der auch als Fuß- und Radweg genutzt werden kann. In die Schutzwand sind Einlagerungsmöglichkeiten für mobile Elemente integriert, die zum Verschließen der vier Fußgängerüberwege im Hochwasserfall benötigt werden. Parallel zum Bau wurde der Altdeich zurückgebaut und damit die Überflutungsfläche im Vorland der Saale vergrößert.

Unmittelbar nach dem Hochwasser im Juni 2013 wurde mit den Planungen für die Sanierung des „Gimritzer Damms“ begonnen. Infolge von rechtlichen Auseinandersetzungen wurde entschieden, ein Planfeststellungsverfahren durchzuführen; der entsprechende Beschluss lag Ende 2019 vor. Nach einer gerichtlichen Klärung bestand ab Mai 2020 Baurecht. Im Zuge der europaweiten Ausschreibung ging der Zuschlag im März 2021 an die Bietergemeinschaft EROVIA Verkehrsbau Union GmbH /GP Verkehrswegebau GmbH.

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